Helden für einen Tag!

Heldenhaft: Ralph im Schmeztiegel

Herkules und die Webstühle der Vorsehung

Zur Vorgeschichte: Gemeinsame Unternehmungen und Gespräche über „Gott und die Welt“ sind für meinen besten Freund Ralph und mich das Salz in der Suppe des Lebens. Und wir teilen gerne! In diesem Sinne: Viel Spaß beim Lesen.


„Wir können nicht alle Helden sein, weil ja irgendeiner am Bordstein stehen und klatschen muß, wenn sie vorüberschreiten.“ William Penn Adair "Will" Rogers (1879-1935, amerik. Humorist)

Wie ihr dem oben stehenden Zitat entnehmen könnt, steht dieser Post ganz im Zeichen der Helden 😉 und wahrhaft heldenhaft verbrachte Ralph die Nacht von Freitag auf Samstag in unmittelbarer Nachbarschaft eines Rockkonzerts, nur 1 Kilometer von seinem Kopfkissen entfernt, während mich ein Nabokov' "Lolita" um den Schlaf brachte.

9.30 Uhr: Begegnung mit unserer Heldin des Tages via Internet: Sandra Arteaga, die uns Dank ihres hinreißend schönen Blogs den ganzen Tag ein träumerisches Lächeln ins Gesicht zauberte.

10.00 Uhr Abfahrt: Bewaffnet mit Augenringen und Erfrischungstücher brechen wir erwartungsvoll gen Hattingen auf zur Helden-Ausstellung in der Henrichshütte.

10.30 Uhr Ankunft Henrichshütte: Zu unserer größten Enttäuschung war das Fotografieren der Exponate unter Androhung eines ruhmlosen "Heldentodes" untersagt. Ergo, keine Bilder! Oder besser gesagt, nicht von diesem Teil der Ausstellung.

Allerdings gab es eine Begleitausstellung, die sich des Themas aus der Sicht von Kindern annahm und viele wirklich künstlerisch gut umgesetzte Exponate präsentierte. Die Hauptausstellung schlug einen breiten Bogen von der Antike bis zur heutigen Comic-Kultur und überraschte mit interessanten Hintergrundinformationen und Originalen. Uns war zum Beispiel nicht bekannt, dass Herkules nicht nur wegen seiner Heldentaten berühmt war, sondern auch viel Spott und Häme, wegen seiner Eskapaden, auf sich gezogen hat.

Die räumliche Gestaltung erlaubt dem Besucher zum Schluss einen vergleichenden Blick zwischen Supermann und Herkules und somit schließt sich der Heldenkreis! Sollten die Helden der Ausstellung den Helden unter den Besuchern Hunger gemacht haben, empfiehlt sich ein Besuch im „Henrichs“ (Restaurant, Bar, Lounge). Essen lecker, Kaffe lecker, nette Bedienung.

14.00 Uhr: Tatsächlich brachten wir noch genügend Energie für einen Stadtbummel durch Hattingen auf. Heroisch widerstanden wir dort den elysischen Verlockungen hemmungsloser Konsumlust und suchten Zuflucht in unserem erklärten „Tempel der Bohne“: Das Maysas

Von 14.30 -17.30 Uhr (mit kleineren Unterbrechungen) genossen wir hier koffeinierte Glückseeligkeit (Ambrosia für die Helden) und vernichteten furchtlos ganze Armeen von Kalorien, nur mit einem Löffel. Oh welch ruhmreiche Tat!!!

18.00 Uhr: Die Helden kehren heim. Heldenmahl: Nudeln mit Tomatensauce (handmade vom Heldinnenpapa).

19.30 Uhr: Helden schreiben für Helden (wie ihr nun lesen könnt).

21.00 Uhr: Helden kucken Helden. Auf dem Bildschirm, der Film „Wanted“. Fazit: Hirn aus, Augen auf, nicht denken. Wer Webstühle der Vorsehung als Handlungsgeber akzeptiert, hat Freude an diesem Action-Streifen.

23.30 Uhr: Helden schlucken Ibuprofen 600 und rollen sich im Siegeslaub zusammen. Heldentod für Anfänger.

In diesem Sinne: We don’t need no other heroes.

Zum Abschluss noch unser ganz persönlicher Heldenolymp:
Natürlich Mama und Papa, Pippi Langstrumpf, Jules Verne, Bibo, Julia Child, Michelangelo, Vincent Price, Leonardo da Vinci, Kimba der weiße Löwe, Patrick „Kitten“ Braden (Breakfast on Pluto), Rick & Randy (Steffis imaginären Helden ihrer imaginären Geschichten mit Anfang und Ende, aber gähnender Leere im Mittelteil), Errol Flynn, Vladimir Nabokov, Sigmund Freud, Bruce Willis (of course), Alexander der Große, Die blaue Elise, Mutter Theresa, Platon, Frodo, Angelina Jolie, Pink Panther, Tante Eusebia, Roadrunner und sämtliche Muppets.

Das Herkules-Epos aus Kindersicht: Wirklich antgetan waren wir von dem Hellboy mit einer ziemlich verdattert dreinschauenden Hydra.

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